Ökumenische Rad-Pilgertour für den Frieden von Herne nach Dortmund 

„Eine tolle Veranstaltung!“ lobten Teilnehmende der ersten ökumenischen Rad-Pilgertour für den Frieden der Pfarrei Sankt Dionysius mit der Petrus-Kirchengemeinde Herne am Samstag, dem 21. Mai. Mit Liedern und Gebet starteten starteten dreißig Teilnehmende bei bewölktem Himmel, der im Laufe der Fahrt zusehends aufklarte. Um neun Uhr morgens ging es von der Dreifaltigkeitskirche am Regenkamp zunächst zum Städtischen Friedhof Am Trimbuschhof. 

Natascha Hegh erinnerte neben der Friedhofskapelle und der Kriegsgräberstätte für zivile Bombenopfer an die derzeit schwer leidende Zivilbevölkerung in der Ukraine. Das Thema „Arbeit“ stellte Kirchentagsbeauftragter und Laienprediger Rüdiger Buschmann in seinem Votum am Firmensitz der Bäckerei Brinker im Industriegebiet „Friedrich-der-Große“ vor. Er erinnerte an die zu Tode gekommenen Russen, Polen und Ukrainer, die im 2. Weltkrieg Zwangsarbeit auf den Ruhrgebietszechen leisten mussten und nicht einmal das Recht hatten, bei Bombenangriffen einen Schutzbunker aufzusuchen. 

Um die Bewahrung der Schöpfung ging es nach einer Pause vor dem historischen Torhaus des Wasserschlosses Bladenhorst an der vierten Zwischenstation im Landschaftsschutzgebiet „Langeloh“. 

Gegen 12.45 Uhr erreichte die Rad-Pilgergruppe die Zeche Zollern in Dortmund-Bövinghausen. Dort stärkte man sich mit heißer Kartoffelsuppe und kühlen Getränken. Im Veranstaltungssaal der „Lohnhalle“ feierten die Männer und Frauen einen ökumenischen Friedensgottesdienst. Pfarrer Horst Bastert erinnerte an den ersten katholisch-evangelischen Gottesdienst nach der Reformation in Herne, Anfang Juni 1967. Anlass war vor 55 Jahren das Friedensgebet für Palästina während des Sechs-Tage-Krieges. Damals hielt die Weltgemeinschaft ähnlich wie bei der Kuba-Krise 1962 den Atem an. 

 

Fotos: G. Mydlak, Th. Hölken, R. Buschmann